Klappern gehört zum Handwerk!
Stichwort: Osterklappern
Weil vom Gloria der Messfeier am Gründonnerstagabend an bis zum Gloria in der Osternachtsfeier die Glocken schweigen, wurden Schlagbretter und ähnliche Holzwerkzeuge genutzt, um die Gläubigen an regelmäßige Gebets- und Gottesdienstzeiten zu erinnern.
Es wird immer noch erzählt, die Glocken würden nach Rom geschickt, um dort neu gesegnet zu werden. Diese Geschichte ist ein Märchen, aber es stimmt, dass in Kirchen nicht geläutet wird, als Zeichen der Trauer über das Leiden und den Tod Christi.
Da von den „Klapperjungen“ (heutzutage gibt es auch „Klappermädchen“) die meisten auch Ministranten waren, zogen später nur noch Ministranten durch die Dörfer. Die später gesammelten Geschenke, meistens Geldbeträge, verstehen sich dann als Belohnung für den ganzjährigen Dienst am Altar.
Heutzutage findet man diesen Brauch nur noch vereinzelt, insbesondere im süddeutschen Raum, in den verschiedensten Abwandlungen.
