Klappern gehört zum Handwerk!

Stichwort: Osterklappern
Weil vom Gloria der Messfeier am Gründonnerstagabend an bis zum Gloria in der Osternachtsfeier die Glocken schweigen, wurden Schlagbretter und ähnliche
Holzwerkzeuge genutzt, um die Gläubigen an regelmäßige Gebets- und Gottesdienstzeiten zu erinnern.
Es wird immer noch erzählt, die Glocken würden nach Rom geschickt, um dort neu gesegnet zu werden. Diese Geschichte ist ein Märchen, aber es stimmt, dass in Kirchen nicht geläutet wird, als Zeichen der Trauer über das Leiden und den Tod Christi.
Da von den „
Klapperjungen“ (heutzutage gibt es auch „Klappermädchen“) die meisten auch Ministranten waren, zogen später nur noch Ministranten durch die Dörfer. Die später gesammelten Geschenke, meistens Geldbeträge, verstehen sich dann als Belohnung für den ganzjährigen Dienst am Altar.
Heutzutage findet man diesen Brauch nur noch vereinzelt, insbesondere im süddeutschen Raum, in den verschiedensten Abwandlungen.

So ist es z.B. auch bei den Ministrantinnen und Ministranten von St. Michael Opladen. Sie gehen mit ihren Klappern am Gründonnerstag, traditionell ab 14.00 Uhr, durch die Gemeinde und bitten um eine milde Ostergabe. Mit einer kleinen Spende, hart gekochten Eiern oder einer Packung Süßigkeiten bedanken sich dann die Gemeindemitglieder bei den MinistrantInnen für Ihren Dienst am Altar. Am Ende eines jeden „Hausbesuches“ wünschen die MinistrantInnen dann noch ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Das Süße und die Eier werden unter den Minis aufgeteilt. Die Spenden kommen der gesamten Ministrantenarbeit zugute. Viele Aktionen, wie Ausflüge werden aus dieser sogenannten „Klapperkasse“, in die diese Spenden fließen, finanziert.

  • Gibt es bei Euch auch noch den Brauch des Osterklapperns? – Dann schreibt doch bitte einen Kommentar.

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Ein Kommentar to “Klappern gehört zum Handwerk!”


  1. Auch bei uns in der Waldsiedlung wird seit eh und je „geklappert“. Allerdings nicht an Gründonnerstag, sondern an Karfreitag. Allen Minis und Kinderchorkindern, die bei uns auch mitgehen, richten wir zum Dank für Ihren Einsatz am Ostermontag dann noch das traditionelle Osterfrühstück aus.


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